Dienstag, 14 April 2020 09:00

Finanzplanung

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Die Finanzplanung ist ein Teilbereich der betrieblichen Unternehmensplanung. In unserem Verständnis beschreibt die Finanzplanung als Oberbegriff alle planerischen Aktivitäten unter Einsatz von Prognosen und Modellen im Verantwortungsbereich des Finanz- und Rechnungswesens. Die Finanzplanung als Oberbegriff könnte dann weiter unterteilt werden in die Ertrags- oder Erfolgsplanung, die Liquiditätsplanung (auch Cashflow-Planung), die Investitionsplanung und in die Finanzierungsplanung. Wenn diese Teilpläne miteinander verknüpft werden, spricht man auch von der integrierten Finanzplanung.

 

Hinsichtlich der Dauer des Planungshorizonts könnte in eine kurzfristige, mittelfristige und in eine langfristige Finanzplanung unterschieden werden. Die kurzfristige Finanzplanung deckt einen Zeitraum von wenigen Tagen, Wochen oder Monaten bis zu einem Jahr ab und wird auch als operative Finanzplanung bezeichnet. Die mittelfristige Finanzplanung deckt einen Zeitraum von wenigen Jahren bis zu fünf Jahren ab und wird auch als taktische Finanzplanung bezeichnet. Die langfristige Finanzplanung deckt einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren ab und wird auch als strategische Finanzplanung bezeichnet.

Abhängig vom Planungshorizont hat die Finanzplanung unterschiedliche Zielsetzungen. Die kurzfristige Finanzplanung verfolgt insbesondere die Sicherung der Liquidität und damit die Fähigkeit der fristgerechten Begleichung der Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens. Bei der langfristigen Finanzplanung geht es insbesondere um die strategische Strukturierung der Finanzierung des Unternehmens, das heißt es soll geplant werden, in welchem Verhältnis das Unternehmen mit Eigenkapital oder mit Fremdkapital finanziert werden soll (Verschuldungsgrad) und von welchen Investoren das benötigte Kapital in Abhängigkeit der jeweiligen Finanzierungskonditionen beschafft werden soll.

Gelesen 358 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 30 April 2020 08:34

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