Übersicht der Hilfsprogramme in der Corona-Krise

Schutzschild

Schutzschirm

Schutzfonds

In der Folge der Corona-Pandemie stoßen weite Teile der Unternehmen, Einzelunternehmen und Selbständige auf große wirtschaftliche Probleme.

Die Bundesregierung arbeitet an Hilfsprogrammen. Fast täglich werden neue Details veröffentlicht. Damit Du den Überblick über die zur Verfügung stehenden Programme behältst, tragen wir auf dieser Seite die zum jeweiligen Redaktionsstand bekannten Informationen zusammen.

Stand: 23.03.2020

Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen

Stand: 13.03.2020
Am 13. März 2020 haben Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein Maßnahmenpaket (Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen) vorgestellt. Das Ziel dieses Pakets ist die Abfederung der Auswirkungen des Coronavirus für Beschäftigte und Unternehmen. Das Paket wurde teilweise durch den am 23. März 2020 bekannt gegebenen Schutzschirm für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler konkretisiert und erweitert.
Das Schutzschild steht auf vier Säulen, die hier kurz dargestellt werden sollen:

Kurzarbeitergeld flexibilisieren

Wenn in einem Unternehmen nicht genügend Arbeit vorhanden ist, soll das Kurzarbeitergeld zum Einsatz kommen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Das Geld wird weiterhin vom Betrieb (Arbeitgeber) bezahlt. Es wird allerdings von der Arbeitsagentur erstattet. Arbeitnehmer behalten ihre Jobs, müssen aber auf Vergütung verzichten. Das an sie ausgezahlte Kurzarbeitergeld ist etwa so hoch wie das Arbeitslosengeld. Es beträgt 60% der ausgefallenen Nettovergütung, bei eingetragenen Kindern auf der Lohnsteuerkarte 67%.Unternehmen behalten ihr Personal, werden finanziell aber durch die Arbeitsagentur kompensiert. Die Regelung zum Kurzarbeitergeld exisitiert schon länger. Neu in dem vorgestellten Programm ist, dass nur mindestens 10% der Beschäftigten mindestens 10% ihrer Vergütung einbüßen müssen (bisher waren es mindestens ein Drittel der Beschäftigten).

Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Steuerpflichtige zahlen in der Regel Vorauszahlungen auf Ihre Einkommensteuerzahllast. Auf Antrag können diese Vorauszahlungen grundsätzlich an sich veränderndern Situationen angepasst werden. Es handelt es sich bei der Anpassung der Vorauszahlungen also eigentlich nicht wirklich um ein neues Instrument. Allerdings ist darüber hinuas beabsichtigt, dass Finanzbehörden auch Stundungen auf Steuerschulden gewähren sollen und dass auch auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet werden soll.

Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen

Über die staatliche KfW-Bank soll ein Hilfsprogramm in Milliardenhöhe für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler bereit gestellt werden. Die Kredite werden über die Hausbanken beantragt und ausgereicht. Im Rahmen des Schutzschildes wurden die Voraussetzungen für die Vergabe gelockert, das Volumen der bereit stehenden Kredite erhöht und die Möglichkeiten der Besicherung durch staatliche Bürgschaften erhöht.

Stärkung des Europäischen Zusammenhalts

die vierte Säule ist zur Zeit noch am wenigsten konkret. Es sollen Maßnahmen zur internationalen Infektionsbekämpfung, zum gemeinsamen Krisenmanagement und zur Koordination sowie zur Stabilisierung europäischer Banken getroffen werden.

Fazit

Einige Paketpunkte wie die Maßnahmen zum Kurzarbeitergeld und die Möglichkeiten der KfW-Kredite sind bereits ziemlich konkret und oft auch sinnvoll. Andere Paketpunkte wie die steuerlichen Maßnahmen sind im wesentlichen entweder nicht wirklich neu oder wie die Maßnahmen zum europäischen Zusammenhalt nicht konkret oder relevant. Wir bleiben aber für Euch an diesen Themen dran und werden bei Neuigkeiten berichten.