Donnerstag, 16 April 2020 14:17

Liquiditätsplanung

geschrieben von
Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Die Liquiditätsplanung ist ein Teilbereich der Finanzplanung. Oft wird eine Liquiditätsplanung auch als Liquiditätsplan, Liquiditätsvorschau, Cashflow-Planung oder als Cash-Forecast bezeichnet. Sie ist hinsichtlich des Planungshorizontes tendenziell eher als kurzfristig einzuordnen. Das heißt sie deckt einen Planungszeitraum von wenigen Tagen, Wochen oder Monaten ab, geht aber in der Regel über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr nicht hinaus. Das Ziel der Liquiditätsplanung ist in der Regel die Sicherung der Liquidität bzw. der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Dazu werden in einer einfachen Liquiditätsplanung alle Einzahlungen und Auszahlungen der Planungsperiode prognostiziert und gegenübergestellt. In der Summe erhält man dann den Einzahlungsüberschuss bzw. eine Einzahlungsunterdeckung. Die wesentliche Aufgabe der Liquiditätsplanung ist jedoch nicht die Ermittlung des Saldos von Einzahlungen und Auszahlungen für eine Periode, sondern die jeweilige zeitgerechte Zuordnung der prognostizierten Einzahlungen und Auszahlungen innerhalb der Periode. Nur durch die bestmögliche Prognose der Höhe von Einzahlungen und Auszahlungen und der bestmöglichen Prognose des genauen Zeitpunkts ihrer jeweiligen Entstehung, kann eine Aussage über die jederzeitige Zahlungsfähigkeit innerhalb der Prognose getroffen werden. Gegebenfalls kann auf Grund eines Liquiditätsengpasses ein Finanzierungsbedarf identifiziert werden, der mit entsprechend zeitlichen Vorlauf gelöst werden könnte.Neben der Identifikation eines eines Liquiditätsengpasses auf Grund nicht ausreichender Liquidität (Zahlungsmittel), kann auch die Identifikation von Idle Cash eine wertvolle Erkenntnis aus der Analyse der Liquiditätsplanung darstellen. Beide Situationen - Liquiditätsengpass und Idle Cash - sollen im Rahmen des Liquiditätsmanagements (Cash-Management) möglichst verhindert werden um eine kurzfristig bedarfsadequate Finanzierung zu gewährleisten. Neben der direkten Liquiditätsplanung durch Gegenüberstellung von prognostizierten Einzahlungen, Auszahlungen und deren Auswirkung auf die Liquidität eines Unternehmens, kann die Liquiditätsplanung auch innerhalb der integrierten Finanzplanung indirekt abgeleitet werden. Bei einer indirekten abgeleiteten Liquiditätsplanung steht in der Regel nicht die kurzfristige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit im Fokus. Eine indirekt abgeleitete Liquiditätsplanung adressiert eher mittelfristige oder langfristige Ziele im strategischen Kontext beispielsweise zur Unternehmensbewertung oder zur stategischen Strukturierung des Kapitals. Rollierende Liquiditätsplanung:

Werbung
Gelesen 281 mal Letzte Änderung am Montag, 04 Mai 2020 08:30

Medien

Mehr in dieser Kategorie: « Finanzplanung Idle Cash »